Die Kluft zwischen christlicher Ethik und den moralischen Vorstellungen der säkularen Gesellschaft zu den Fragen des Lebensanfanges und des Lebensendes wird derzeit größer. Zu diesem Ergebnis kam eine Tagung an der Universität Fribourg. Dabei widersprach der Moraltheologe Dietmar Mieth entschieden den Thesen des Philosophen Jean-Claude Wolf. Dieser vertrat die Ansicht, dass die Menschenwürde bei der Fähigkeit beginne, Interessen zu äußern. Je geringer diese Fähigkeit, desto geringer auch die Schutzwürdigkeit als „Mensch“.