Franz Schubert hat sich in besonderer Weise um das Lied verdient gemacht. Das hat ihm den Titel „Schöpfer des Liedes“ eingebracht.
Mit 17 Jahren war die Technik des Komponierens bei Schubert schon fast völlig ausgereift. In den folgenden 14 Jahren komponierte Schubert über 600 Lieder. Berichtet wird, dass er an manchen Tagen an die neun Lieder schrieb. Schubert stand zeitlebens im Schatten von Ludwig van Beethoven, denn obwohl der junge, meist in großer Armut lebende Künstler einen ausgedehnten Freundeskreis und viele Bewunderer in Wien hatte, erreichte er international nur wenig Anerkennung. Schubert starb am 19. November 1828 im Alter von 31 Jahren.
Der Arnold-Schönberg-Chor, der im Rahmen des Brucknerfes-tes einen Liederabend mit Werken von Schubert und Schönberg gibt, hat im Jahr 1996 das gesamte weltliche Chorwerk von Franz Schubert auf sieben CDs aufgenommen. Die Einspielung erhielt zahlreiche Preise, u. a. den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Zwischen den österreichischen Komponisten Franz Schubert und Arnold Schönberg (1874 bis 1951) besteht ein doppelter Zusammenhang: Zum einen waren beide fasziniert von der Tradition des Volksliedes, zum anderen ist es die Religiosität, die für beide in verschiedenen Lebensabschnitten prägend war.
Beide Komponisten haben zahlreiche Psalmen vertont. Schönberg komponierte vor allem in seiner Frühzeit Lieder. 52 Lieder hat er veröffentlicht. Entwürfe für das Opus „Friede auf Erden“, das in Linz zu hören sein wird, gibt es bereits aus den Jahren 1906/1907. Schönberg sagt über dieses Werk, dass es „eine Illusion für gemischten Chor“ ist. Die Illusion der reinen Harmonie unter Menschen, die er zum Zeitpunkt der Komposition noch für denkbar hielt. Grundlage des Werkes ist ein Weihnachtsgedicht von Conrad Ferdinand Meyer aus dem Jahr 1886. Der Schweizer Dichter überließ das Gedicht mit dem Titel „Friede auf Erden“ später Bertha von Suttner für ihre Zeitschrift „Waffen nieder“. Der Liederabend mit Werken von Schubert und Schönberg – zweier Komponisten „zwischen Volkslied und Psalmen“ – ist am 28. September um 19.30 Uhr im Brucknerhaus.
Wir verlosen unter allen Einsendungen drei mal 2 Eintrittskarten für dieses Konzert. Frage: Wie lautet der Titel des Opus 13 aus dem Jahr 1907 von Arnold Schönberg? Einsendungen bis 27. 9. an: Kirchenzeitung, Kennwort: Kultur, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Die Gewinner/innen werden telefonisch verständigt. Bitte Telefonnummer bekannt geben!