„Die Medien müssen die Freiheit haben, alles zu sagen, um zu verhindern, dass gewisse Leute alles tun können.“ Das betonte der Schweizer Außenminister Joseph Deiss beim Weltkongress der Katholischen Presse in Fribourg. Der Kongress stand unter dem Thema „Medien und die Herausforderung der Globalisierung“. Deiss wies darauf hin, dass die Pressefreiheit zwar in vielen Ländern gesetzlich festgeschrieben sei, in der Praxis aber gebe es häufig Versuche, missliebige Informationen zu unterdrücken oder gegen unliebsame Journalisten mit Gewalt vorzugehen. Im Zeitalter der Globalisierung sei die Pressefreiheit zudem mit neuen Problemen konfrontiert. Die zunehmende Konzentration der Verlags- und Medienhäuser (sie ist in Österreich besonders stark) stelle eine Gefahr für die Meinungsvielfalt dar. Außerdem werde die „Ware Information“ immer stärker nur nach wirtschaftlichen Kriterien gehandelt, was zu einem großen Zeit- und Konkurrenzdruck führe. Sorgfältige Abwägung und genaue Recherche blieben dabei auf der Strecke. Der Kampf um Auflagen und Quoten könne auch dazu führen, dass das Weltgeschehen nur mehr sehr selektiv wahrgenommen werde. Opfer davon seien „vergessene“ Regionen und ihre Nöte.