In Pupping waren viele Dutzend „Botschafter“ der gesunden Ernährung in großer Farbenpracht vertreten. Es war Gemüsemesse.
„Es ist ein Wahnsinn, was es an verschiedenen Gemüsen gibt!“ Höchstes Erstaunen klingt in diesem Satz mit, den eine Besucherin bei der Puppinger Gemüse-Messe ihrer Begleiterin sagt. Und auch höchste Bewunderung, denn was die Veranstalter/ innen hier geschaffen haben, stimmt Auge, Gaumen und Magen froh. Im Klostergarten ist ein Schaugarten angelegt, in dem sich – mit hoher gärtnerischer Kunst hochgezogen – Gemüse an Gemüse reiht. „Shiso Perilla Green“ liest ein Besucher und fragt seine Frau: „Was ist das, habe ich noch nie gehört.“ Aber auch die Gefragte muss bekennen: „Weiß ich auch nicht.“Es ist keine Schande, nicht alles zu kennen. So viele Sorten sind hier, altbewährte und neue, Bodenständiges und Exotisches. Wenige hundert Meter vom Schaugarten entfernt kochen Köche auf und demonstrieren, wieviel Gutes sich aus Gemüse zubereiten läßt. Auch landwirtschaftliche Fachschulen präsentieren sich. Beim Stand der Waizenkirchner etwa erfährt man viel über die Zwiebel. Alleine 20 Sorten werden präsentiert. „Zwiebel sind die aktiven Kämpfer für unsere Gesundheit“ kann ich in einem Informationsblatt nachlesen. Im Zwiebel ist Kalium, Kalzium, Phosphor, Fluor, Magnesium, Kieselsäure, die Vitamine A, B1, B6, B2, E und vieles mehr. Mit der Zwiebel rückt man Frostbeulen, Gelenkschmerzen, Warzen und Nagelbettentzündungen zu Leibe. Bei Erkältungen, Heiserkeit und Husten wirkt die Zwiebel ganz besonders, das wissen aber ohnehin schon alle.
Stichwort Gemüse:
Die Österreicher/innen verzehrten noch im Jahr 1995 durchschnittlich 87 kg Gemüse.
Seither stiegen offensichtlich Gesundheitsbewusstsein wie wahrscheinlich auch Geschmacks-Vorlieben: Die Österreicher essen jährlich 98,5 kg Gemüse.
An der Spitze liegen die Paradeiser (16,3 kg), Kopf- und Blattsalate folgen mit 9,4 kg, dann Kraut und Karotten (6 bzw. 5,5 kg). Zu diesem Gemüseverbrauch ist noch der Erdäpfel-Genuss zu rechnen, der bei fast 60 kg liegt.
Bei Gemüse kann sich Österreich zu etwa 70 Prozent selbst versorgen; bei Erdäpfel sogar zu 90 Prozent!