Der Kath. Theologe und Islamexperte Prof. Dr. Karl Jaros am KIZ-Telefon
Ausgabe: 2001/40, Islam, Jaros, Telefonaktion, USA, Terror
02.10.2001
- Josef Wallner
Die Terroranschläge in den USA haben den Islam zum Geprächsthema gemacht. Unwissen und Vorurteile prägen die Debatten.
Lebten um 1960 rund 3.000 Muslime in Österreich, sind es heute rund 300.000. Der Islam ist damit die zweitgrößte Religonsgemeinschaft Österreichs, größer als die evangelische Kirche. Mit dem Anwachsen der Zahl der Muslime ist das Wissen über die Glaubensgemeinschaft aber nicht mitgewachsen. Ganz im Gegenteil: Nicht wenige Österreicher/innen empfinden den Islam als Bedrohung, als Schreckgespenst, das die Säulen des „christlichen Abendlandes“ zum Einsturz bringt. Werden Pläne für die Errichtung einer Moschee bekannt, formiert sich Widerstand, oft begleitet von verbalen Entgleisungen. Jüngste Beispiele sind Ansfelden und Schärding.Die Kopftücher muslimischer Frauen fordern zu Fragen nach der Stellung der Frau im Islam heraus. Selbst in kleineren Orten gibt es „islamische Vereinslokale“, die als Treffpunkt und Gebetsräume dienen. Kaum jemand der „christlichen “ Mitbewohner fand jemals eine Möglichkeit diese Zentren zu besichtigen. Was sich in diesen Räumen abspielt, würde man aber gerne einmal gesehen haben. Papst Johannes Paul II betete beim Friedensgebet der Religionen in Assisi (1985) auch gemeinsam mit Muslimen. Auf welchen theologischen Grundlagen steht diese Gebetsgemeinschaft? Wer Islam sagt, dem fallen einen Vielzahl an Fragen ein. Die Kirchenzeitung bietet ihren Lesern/innen mit Prof. Karl Jaros einen profunden Geprächspartner an. Der Bibelwissenschafter und Experte für arabische Religionsgeschichte lehrt an der Universität Wien (Orientalistik).
Fragen Sie Prof. Dr. Karl Jaros am Telefon Dienstag, 9. Oktober 2001,von 17 bis 19 Uhr. 0732/7610-3944