Die allein erziehende Katrin fragt sich: Wo gibt es eine Gruppe, in der ich mich in meiner speziellen Situation aufgehoben fühle?
Nach der für die Kinder und sie schwierigen Trennungsphase richtet sie den Blick wieder in die Zukunft: Sie möchte mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben, über ihre Enttäuschung und Versagensgefühle reden und sich auch über Erziehungsfragen austauschen. Bei der Jahrestagung der Österr. Plattform für Alleinerziehende wurde das Projekt „Alles anders – und trotzdem weiter!“ vorgestellt. Das Ziel sind möglichst viele begleitete Runden für Alleinerziehende, etwa in Pfarren. Zu dem Zweck werden jetzt Gruppenleiter/innen nach einem von betroffenen Fachfrauen erstellten Konzept thematisch und methodisch geschult. Wie notwendig ein solches Angebot ist, zeigen aktuelle Scheidungszahlen: Allein im Vorjahr wurden in Österreich mehr als 12.000 Paare mit einem oder mehreren Kind/ern geschieden. Dr. Maria Moucka-Löffler vom AK Alleinerziehende der KFB in Linz würde sich wünschen, dass Freunde und Angehörige hellhöriger werden und öfter als Babysitter einspringen, damit Alleinerziehende auch manchmal Zeit für sich haben.
Informationen über die Rundenleiter/innen-Ausbildung: Österr. Plattform für Alleinerziehende, Carnegig. 34, 8010 Graz, Tel. und Fax 03 16/67 53 44, E-Mail: oepa@sime.com