Der Euro als Hilfs-Impuls für Osteuropa und Afrika
Ausgabe: 2001/42, Kleingeld, Sammlung, MIVA, Mosambik, Sei so frei
16.10.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Die alte Währung geht und eine neue kommt: der Euro. Mit dem Jahreswechsel 2001/ 2002 wird das in zwölf EU-Ländern der Fall sein. Was geschieht dann mit dem alten Geld, das viele von einem schönen Urlaub mit nach Hause genommen haben, um es bei einem späteren Urlaub wieder mit zu nehmen?
Diese Frage stellt sich nicht nur bei Fremdwährung, sie stellt sich ähnlich auch bei Schilling-Münzen. Kirchliche Organisationen bitten daher, Rest-Fremdwährung und Schilling-Münzen zu spenden. Ab März 2002 wird die alte Währung ihren täglichen Gebrauchswert verlieren, nur noch bei den Nationalbanken der Länder können sie umgetauscht werden.
Lire, Franc, Mark . . .
„Vom letzten Urlaub hab ich noch Lire zu Hause, beim vorletzten sind mir Franc übriggeblieben. Sie liegen in einer Geldbörse bereit . . .“ So ähnlich geht es vielen, die schon einmal im Ausland auf Urlaub waren. Das Aufheben bis zum nächsten Urlaub in Italien oder Frankreich macht nun aber nur noch wenig Sinn. Denn mit dem Euro verschwinden diese alten Währungen. Etliche Organisationen laden daher Menschen ein, ihr altes – bald veraltetes – Kleingeld (Schillinge wie Geld aus den anderen „Euro“-Ländern) für einen guten Zweck zu spenden.
Kirchliche Organisationen bitten gemeinsam
Im kirchlichen Bereich gibt es eine große gesamtösterreichische „Aktion Kleingeld“. Sie wird getragen von MIVA und der Aktion „Sei so frei“ sowie von „Jugend Eine Welt“ (Don Bosco-Aktion Austria). Die Kirchenzeitung schließt sich in unserer Diözese dieser Initiative als weiterer Partner an.Das gesammelte Geld soll einem Jugend-Ausbildungszentrum in Mosambik zu Gute kommen. Durch die KirchenzeitungsPartnerschaft in der Diözese Linz wird aus dem oö. Ergebnis auch das Caritas Mutter-Kind-Zentrum in Borowljani, Weißrußland, unterstützt. Die Kirchenzeitungs-Leser/innen haben vor fünf Jahren dafür eine eindrucksvolle Patenschaft übernommen. Der internationale Aspekt unterscheidet die kirchliche Aktion von ähnlichen Aktionen, die inländische Projekte im Auge haben. Der weltoffene Aspekt ist ein besonderes Merkmal – ein bewusstes Zeichen in der Wohlstands-Festung Europa!
Die Aktion Kleingeld läuft bis Ende März 2002. Die Pfarren werden ersucht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten diese Aktion zu unterstützen. So kann es in einer Pfarre eine Kirchensammlung geben, während in einer anderen etwa ein Dauer-Opferstock dafür eingerichtet wird. Die zentrale Sammelstelle ist bei der MIVA, Stadl-Paura, angesiedelt.An dieser Entwicklungszusammenarbeit-Spendenaktion zeigt sich auch das Außenministerium (in Kooperation mit HORIZONT 3000) interessiert. Ein Mitmachen ist wahrscheinlich, stand aber bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
So läuft die Alt-Geld-Aktion
Die Aktion SEI SO FREI der Kath. Männerbewegung, Jugend Eine Welt – Don Bosco Aktion Austria und die MIVA – Missions-Verkehrs-Arbeits-Gemeinschaft organisieren diese Aktion. In unserer Diözese kommen wir, die Kirchenzeitung, als vierter Partner dazu. Pfarren und Partner der Trägerorganisationen erhalten in den nächsten Tagen/Wochen Informationsmaterial. Es werden Sammelsäckchen verteilt. Mit Plakaten (Ausschnitt siehe links), Infoblättern und Flugzetteln wird die Aktion beworben. Diese Materialien können Sie auch über die Kirchenzeitung bestellen. Wir geben Ihre Bestellung an die MIVA weiter. Oder Sie bestellen direkt: MIVA, Max-Pagl-Straße 5, 4651 Stadl-Paura.
Die MIVA ist die zentrale Sammelstelle dieser Aktion. Gesammelte Säckchen bis zu einem Gewicht von 100 kg sollen dorthin geschickt bzw. gebracht werden. Ab einem Gewicht von 100 kg holt die MIVA das gesammelte Geld ab.