Eine Woche vor ihrem Abschluss hat die in Rom tagende Synode über das Bischofsamt deutlichere Konturen angenommen. Die Arbeit in den Sprachgruppen hat bisherige Akzente verschoben. Dabei rückte stärker als bei vorausgegangenen Synoden die weltpolitische Lage ins Zentrum der Beratungen. Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen habe sich zu einem der wichtigsten Themen entwickelt.Die Sprachgruppen, ihre Ergebnisse wurden in Thesen zusammengefasst, beschäftigten sich vor allem mit Fragen der Beziehung von Orts- und Universalkirche. Der Unmut über zu viel römischen Zentralismus gegenüber den Ortsbischöfen war unüberhörbar. Ebenso die Kritik an der Arbeitsweise der Synoden selbst. Sie erschien nicht wenigen Bischöfen als zu schwerfällig und zu wenig effizient. Tenor dabei war, dass keine neue Synodenstruktur notwendig sei. Vielmehr sollte die bestehende reformiert und verbessert werden.In dieser Woche werden aus den Ergebnissen der Sprachgruppen konkrete Forderungen formuliert, die jedoch nicht veröffentlicht werden. Parallel dazu erarbeiten die Bischöfe eine „Botschaft der Hoffnung“, die sich zum Abschluss der Synode an die Menschheit richten wird. Mit einem „theologischen Traktat über die Bedeutung des Bischofsamtes“ sei nicht zu rechnen, meinte der Churer Bischof Amédée Grab.