„Wir müssen für die Ärmsten im Land sorgen und für eine gerechte Verteilung der Güter.“ Dies meinte Bischof Maximilian Aichern beim Aktionstag gegen Armut und soziale Ausgrenzung am Mittwoch, 17. Oktober 2001 in Linz. Uns müsse jene Logik mehr leiten, bei der jeder Mensch mehr wert ist als alles Geld dieser Erde.
Beim Aktionstag, den das „OÖ. Armutsnetzwerk“ veranstaltete, forderte Landesrat Josef Ackerl (SPÖ) ein Mindestarbeitslosengeld. Dieses sei wichtig, da die der Sozialhilfe vorgelagerten Systeme Armut nicht verhindern können. Wer über Armut spricht, dürfe den Reichtum nicht verschweigen, betonte Ackerl.
Auch ÖVP-Landtagsabgeordnete und Sozialsprecherin Anna Eisenrauch sieht einen Bedarf an Umverteilung und Solidarität – hinsichtlich älterer Menschen, Familien mit mehreren Kindern, Arbeitssuchenden und Wiedereinsteigerinnen, kranken und betreuungsbedürftigen Menschen sowie zugezogenen ausländischen Mitmenschen.