Es war zwischen 2. und 5. Mai 1915 bei Gorlice, nahe Krakau. Zwischen den russischen Truppen und dem österreichischen kaiserlichen Heer tobte eine der größten Schlachten des Ersten Weltkrieges. 378 Massenfriedhöfe in Galizien zeugen noch immer vom Leid dieser Tage. Viele Oberösterreicher liegen dort begraben. In den Totenverzeichnissen finden sich besonders viele Namen aus dem Raum Freistadt.Im März 2001 haben in Österreich lebende Polen in Linz den Österreichisch-polnischen Denkmalpflegeverein gegründet. Er nimmt sich der Renovierung solcher Begräbnisstätten in Galizien an. Ewald und Hermine Siwczyk aus Linz engagieren sich im Verein – „aus Dankbarkeit“, wie sie sagen, weil Ewald seinerzeit in Österreich so gut aufgenommen worden ist – und weil man die Geschichte nicht vergessen darf. Wenigstens ein Teil der Gräber soll für künftige Generationen erhalten werden, ist ihr Anliegn. Im Kampf der Völker haben viele im ostpolnischen Galizien ihr Leben verloren. Die Erinnerung soll jetzt helfen, Völker zusammenführen.