Ausgabe: 2001/45, Kurz berichtet, Palermo, Berlin, Rom, Peking
06.11.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Klare Worte eines Pfarrers
Palermo.
In einer Sonntagspredigt drohte der sizilianische Geistliche Don Emanule Casola all jenen Mitgliedern seiner Gemeinde den Ausschluss von der Kommunion an, die sich weigern, Wohnraum an tunesische Erntehelfer zu vermieten. Ein derart ausländerfeindliches Verhalten sei mit der christlichen Botschaft unvereinbar, meinte der Pfarrer von Ribera.
Kein Fortschritt
Berlin.
Der Leiter der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Paul-Werner Scheele, sieht in dem kürzlich veröffentlichten Dokument des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) keine wesentlichen Fortschritte. Scheele kritisierte am Dokument „Kirchengemeinschaft nach evangelischem Verständnis – Ein Votum zum geordneten Miteinander bekenntnisverschiedener Kirchen“ vor allem die negative Abgrenzung der EKD zum katholischen Amtsverständnis. Die bloße Ablehnung des katholischen Verständnisses der apostolischen Sukzession (Bischöfe sind direkte Nachfolger der Apostel) führe nicht weiter. Man sollte vielmehr in allen christlichen Kirchen besser ausloten, was apostolische Sukzession positiv bedeuten könne, meinte Scheele.
Krebsstation in China
Rom– Peking.
Mit Zustimmung der Behörden reist in diesen Tagen erstmals ein Mitglied des Ordens der Barmherzigen Brüder nach China. Gemeinsam mit vier weiteren Ordensbrüdern soll die Gemeinschaft in der Stadt Yanji ein Spital zur Pflege Krebskranker aufbauen. An dem Krebsspital soll auch chinesisches Krankenpflegepersonal ausgebildet werden. Öffentliche religiöse Tätigkeit ist den Ordensbrüdern nicht erlaubt.