Ausgabe: 2001/45, Bad Zell, Dreifaltigkeitsbild, Kapelle, Priemetshofer,
06.11.2001
- Elisabeth Leitner
Architektur aus Bad Zell. 1994 konnten bei der Außenrenovierung der „Kapelle auf der Haid“ in Bad Zell zwei renaissanceartige Dekorfresken sowie zwei Segmentbogennischen freigelegt werden. Das weist darauf hin, dass die Kapelle ursprünglich ein Kapellenbildstock war.
Die heutige Kapelle ist erst um 1800 entstanden. Die Gemeinde Bad Zell hat Prof. Josef Priemetshofer beauftragt, die Kapelle zu restaurieren. „Die kleine Sensation für mich bestand darin, dass ich die Kapelle restaurieren und ein zeitgemäßes Gemälde entwerfen durfte. Dadurch kommt es zu einer Gegenüberstellung von einst und jetzt.“, ist Priemetshofer von der neuen Gestaltung der Kapelle angetan. Über dem Eingang haben die Besitzer der Kapelle – Adelheid und Josef Fragner – eine moderne Darstellung der Dreifaltikgeit anbringen lassen.
Das Dreifaltigkeitsbild ist von J. Priemetshofer, er hat das Bild im Typus des „Sonntagberger Gnadenbildes“ als Fresko aufgemalt. „Ich bin kein Picasso, aber ich habe einen starken Bezug zu den grafischen Werken. Es ist wie ein mittelalterliches Glasfenster: ein grafisches Gerüst, darin lagere ich die Farbe.“ Dass sich Familie Fragner für eine zeitgemäße Bildgestaltung entschieden hat, schätzt Priemetshofer als Restaurator und Künstler besonders.