Notizen: Temelin – Bildungsvolksbegehren – Besuche sind Stärkung
Ausgabe: 2001/45, Temelin, Bildungsvolksbegehren, Pax Christi
07.11.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Temelin
Die Mitglieder der oö. überparteilichen Plattform gegen Atomgefahr haben am 30. Oktober im tschechischen Tyn am Temelin-Hearing teilgenommen. Mathilde Halla, Obfrau der Plattform, zeigte sich fassungslos über die undemokratische Vorgangsweise. So wurde das Hearing trotz unvollständiger Dokumentation abgehalten und der österreichische Expertenbericht ignoriert.Am 4. November wurde bei einem grenzüberschreitenden Protest am Grenzübergang Wullowitz das weltlängste Transparent gespannt, mit dem u. a. für die Berücksichtigung des österreichischen Expertenberichtes demonstriert wurde.
Bildungsvolksbegehren
Vertreter der Uni Linz, der Studenten-, Schüler- und Lehrer-Interessensorganisationen sowie von oö. Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund, rufen zur Unterstützung des Volksbegehrens gegen Studiengebühren auf. Die Inskriptionszahlen an der Uni Linz zeigen Rückgänge um bis zu einem Viertel der Studentenzahlen.
Besuche sind Stärkung
Der lateinische Partriarch von Jerusalem, Sabbah, nahm bei der Pax Christi Tagung in Mainz (siehe Seite 11) zur Lage in Israel/Palästina Stellung: „Beide – Israelis wie Palästinenser – brauchen wahrscheinlich Hilfe von außen, um die Gewalt, die es auf beiden Seiten gibt, zu beenden. ... Pilgerreisen wären eine wertvolle Hilfe. Ich würde es sehr begrüßen, wenn mich und die Christen im Heiligen Land Pax Christi Mitglieder und die Ritter vom Heiligen Grab, die uns helfen die heiligen Stätten der Christen zu erhalten, besuchen würden. Das wäre ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit uns."
Kirchenzeitung und oö. Komturei der Ritter vom Heiligen Grab sammelten, unterstützt von Pax Christi, im Frühjahr 2001 über 6.500 Unterschriften für die Christen in Bethlehem.