Am Mittwoch wird erstmals in Österreich das Spendengütesiegel verliehen. Nach erfolgreicher Kontrolle durch Wirtschaftstreuhänder erhalten 42 Organisationen dieses Qualitätsmerkmal der Spendenverwaltung. „Es ist ein guter Start“, meint Robert Francan von der Interessenvertretung Österreichischer Gemeinnütziger Vereine (IÖGS). „Und ich bin überzeugt, dass es sich am Spendenmarkt durchsetzen wird.“Immerhin haben die Gütesiegelorganisationen im vergangenen Jahr rund 850 Mill. Schilling gesammelt (2000 wurde das Spendenpotenzial in Österreich auf 6,8 Mrd. geschätzt). Und das macht wett, dass die „Großen Fünf“ – Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe – abwartend bis ablehnend darauf reagieren. Unter den Ausgezeichneten ist auch die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar. 14 der Organisationen, die sich freiwillig diese Selbstverpflichtung auferlegt haben, kommen aus dem Bereich der katholischen Kirche. „Darum anzusuchen ist ihnen auch erlaubt“, meint Heinz Hödl, Geschäftsführer der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für internationale Entwicklung (KOO), die maßgeblich am Zustandekommen beteiligt war. Aber als Dachverband der katholischen Organisationen darf sie den Prüfvertrag mit der Kammer der Wirtschaftstreuhänder nun nicht unterschreiben. So entschieden einstweilen die Bischöfe vergangene Woche.