Ausgabe: 2001/47, Ethikunterricht, Schulen, Bischöfe, Kath. Aktion, Jugendliche,
20.11.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Ethikunterricht bewährt
Wien. Heuer gibt es an 93 höheren Schulen in Österreich Ethikunterricht. Der seit vier Jahren laufende Schulversuch hat sich bewährt. Das gab vergangene Woche Bildungsministerin Elisabeth Gehrer bekannt. Eine von ihr in Auftrag gegebene Studie des Salzburger Religionspädagogen weist die Effizienz des Ethikunterrichts und seine Akzeptanz bei allen Betroffenen nach. An einen Ethikunterricht als verpflichtendes Ersatzfach an allen Schulen für jene, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen, werde derzeit trotzdem nicht gedacht. Es fehlt offenbar das Geld dafür.
Bischöfe und Kath. Aktion
Wien. Kirchliche Loyalität und Eigenverantwortung als katholische Laienorganisation sind kein Widerspruch. Das betonte das Präsidium der Katholischen Aktion Österreichs zu den Ergebnissen der jüngsten Bischofskonferenz. Da es zwischen KA und Bischöfen zu verschiedenen Themen Meinungsunterschiede gibt, begrüßt das KA-Präsidium den Vorschlag von Kardinal Schönborn, dass innerkirchlich und gesellschaftlich heikle Fragen verstärkt Gegenstand des Dialogs zwischen Kirchenleitung und Laienvertreter/-innen sein sollen. Die KA werde sich um diese Kontakte verstärkt bemühen und den Informationsfluss zu den Bischöfen intensivieren.
Fromme Jugendliche
Wien. 16 Prozent aller österreichischen Jugendlichen tun im weitesten Sinn bei kirchlich-religiösen Organisationen mit – doppelt so viele wie im Schnitt der EU-Staaten. Das ergab eine „Eurobarometer“-Umfrage. Vorreiter sind Österreichs Jugendliche auch bei der Ablehnung der Todesstrafe. Die Euthanasie finden sie weniger gut als viele ihrer Altersgenossen anderer Länder.