Der Friede in der Welt ist eines der zentralen Anliegen von Papst Johannes Paul. Dafür hat er eine weitere spektakuläre Initiative gesetzt: Angesichts der aktuellen Bedrohung durch Terrorismus und Krieg hat der Papst die Führer der Weltreligionen für den 24. Jänner erneut zu einem Friedenstreffen in Assisi eingeladen. „In diesem Moment braucht die Menschheit Gesten des Friedens und der Hoffnung“, betonte der Papst. Johannes Paul II. hat sich in den vergangenen Wochen, auch entgegen anders lautender Stimmen in der katholischen Kirche, gegen einen Krieg als Antwort auf die Terroranschläge ausgesprochen. Mehrfach ist er energisch jenen entgegengetreten, die seit dem 11. September von einem „Kampf der Kulturen“ oder einem „Kampf der Religionen“ sprachen. Nachdrücklich begrüßt hat der Ökumenische Rat der Kirchen die Initiative des Papstes. Noch mehr als beim historischen Treffen der Weltreligionen von 1986 müssten die religiösen Führer heute zeigen, dass Religion bedeute, Frieden und nicht Krieg zu schaffen, betonte Hans Ucko vom Ökumenischen Rat in Genf.