Seit sich die Türkei um die Aufnahme in die Europäische Union bemüht und Brüssel einen Geprächsprozess begonnen hat, ist in Religionsfragen vieles in Bewegung gekommen, erklärt Mag. Elisabeth Dörler. Die katholische Theologin lebt seit sieben Jahren in Istanbul und leitet die St.-Georgs-Gemeinde, die Pfarre der Österreicher. In Traun referierte sie über „Christ sein in der Türkei“.
Als hoffnungsvolles Signal wertete Dörler die Einladung des türkischen Staates an alle religiösen Minderheiten in der Türkei, ihre Wünsche zu äußern. Bis vor zwei Jahren wäre diese Einladung noch undenkbar gewesen – ebenso wie das Gespräch über die Frage, ob die Christen neue Kirchen bauen dürften. Von den 70 Millionen Einwohnern der Türkei sind 150.000 Christen.