Wer bei nasskaltem Wetter schlecht angezogen, unterkühlt oder durchnässt ist, „sich kalte Füße holt“, riskiert eine „Verkühlung“. Die Folgen sind oft Erkältungen, die sich manchmal über die ganze Saison hinziehen. Infekte der oberen Atemwege, Schnupfen, Nasennebenhöhlen-Entzündungen, Anginen, Heiserkeit und Hustenreiz bis schwerere Formen von Bronchitis, Blasenentzündungen, besonders bei Mädchen und Frauen, sind deshalb gefährlich, weil sie später zum Chronischwerden neigen (wenig trinken fördert das zusätzlich). Daher: für einen gut durchwärmten Körper sorgen, im Akutfall, aber auch zwischendurch, warme Fuß- oder Armbäder machen. Das ansteigende Fußbad (Beginn mit 34 °C, Zulaufenlassen von heißem Wasser bis 39 °C, das Ganze 10 bis 15 min lang, ev. zweimal) ist für ein Abwenden einer akuten Erkältung geeignet. Zur Vorbeugung sind Wechselbäder oder -güsse noch besser, wenn sie regelmäßig täglich oder viermal pro Woche gemacht werden (3 bis 5 min warm 38 °C, 10 bis 20 sec kalt, zweimal wechseln). Man kann durch Phytotherapie (Tees, Tropfen von Heilkräutern) oder Homöopathie ergänzen oder nach einem bestimmten Schema „Abhärtungstabletten“ nehmen.
Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marienschwestern in Aspach