Jährlich vor Weihnachten schickt die Caritas in ihre osteuropäischen Partnerdiözesen Lebensmittelpakete. Mit in Oberösterreich gesammeltem Geld soll vor Ort in Bosnien, Rumänien und Weißrußland eingekauft werden.
Tausenden Familien, Alleinerziehenden und alten, einsamen Menschen in der Diözese Mostar, in Bosnien und Alba Iulia, in Rumänien sowie in den vier weißrussischen Diözesen, kann mit der Hilfe der Caritas der Diözese Linz eine große Freude gemacht werden. Vergangene Woche waren die Caritas-Leitungsteams der weißrussischen Diözesen in Linz zu einer Strategiekonferenz. Auch wollte man hiesige Caritas-Einrichtungen (St. Isidor, Wärmestube) kennen lernen. Der weißrussische Caritas-Nationaldirektor Michal Sapl skizzierte in Linz die sich verschlimmernde soziale Situation seines Landes: Wesentlich geringere Lebenserwartung wie in Westeuropa; zunehmende Sterblichkeit (Blutkrankheiten, bösartige Geschwülste... eine Folge von Tschernobyl), hohe Krankheitsrate unter Schwangeren; 46% der Bevölkerung hat nicht einmal das Existenzminimum.
Hier kann mit Lebensmitteln, Schuhen, Hygieneartikeln sehr viel geholfen werden. Auch staatliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, nehmen dankbar Caritas-Leistungen an. In der Diözese Grodno verteilt die Caritas gegen Spenden Kerzen, die in den Familien zu Weihnachten angezündet werden. Kerzen, mit denen an arme Landsleute gedacht wird. So will die Caritas zu neuer Denkhaltung erziehen: Nach 70 Jahren materialistischen Nur-für-sich-Leben hin zum An-den-Anderen-Denken.
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