Nicht nur Prinzessinnen erleiden eine akute Blutdruck-Regulationsstörung. Der oder die Betroffene kommt zu Sturz, weil es plötzlich zu einer kurzfristigen Bewusstlosigkeit mit Versagen der Muskulatur kommt. Nach kurzer Zeit ist dieser Zustand wieder weg, die Folgen des Sturzes sind meis-tens ärger (Knochenbrüche, Platzwunden). Eine momentane Verminderung der Hirnblutung ist verantwortlich, dafür gibt es mehrere Ursachen: Langes Stehen in sehr warmer Umgebung oder bei schlechter Luft oder Stehen unter Stress (Angst, Schmerz, Trauer) lässt viel Blut in den Beinen speichern. Gestörte Funktionsabläufe im vegetativen Nervensystem führen zur Senkung des Blutdrucks und der Herzfrequenz (Puls). Eine andere Ursache hat die orthostatische Synkope. Beim raschen Aufstehen vom Liegen oder Sitzen kommt es zu einem „Blutverlust“ in die Beine, der Puls bleibt normal, aber der Blutdruck sinkt. Typisch ist der Schwindel und das „Schwarzwerden vor Augen“. Eine dritte Form ist mit einem starken Pulsanstieg ohne Blutdruckänderung verbunden, erst nach längerem Stehenbleiben kann mit Schwächegefühl und Schwindel eine Synkope auftreten. Dringend behandelbar ist keiner dieser Ohnmachtsanfälle. Zur Vorbeugung dient auf jeden Fall das langsame Aufstehen, das Vermeiden von langem Stehen bei schlechten Bedingungen, viel trinken, eventuell Stützstrümpfe verwenden. Kalte Waschungen der Arme oder Beine, Wechselbäder oder-güsse eignen sich bestens zur Therapie und Prophylaxe. Auch eine Tasse Schwarztee oder Kaffee kann helfen.