Johannes Paul II. rief die katholische Kirche in Ozeanien zum missionarischen Neuanfang und zum Einsatz für soziale und ökologische Anliegen auf. Im Schluss-Dokument für die 1998 durchgeführte Ozeanien-Synode, das am Donnerstag vergangener Woche unterzeichnet und per Internet an alle Diözesen der pazifischen Inselwelt verschickt wurde, fordert der Papst zur Neuevangelisierung und zu mehr Sozialengagement auf. Die Kirche stehe in Ozeanien heute vor einer doppelten Herausforderung: durch die Tradition und durch die Moderne.
Bei den australischen „Aborigines“ entschuldigt er sich im Namen der Kirche für Ungerechtigkeiten, die ihnen von Christen im Laufe der Geschichte angetan wurden. Mit Nachdruck fordert das Dokument die Christen zum Kampf gegen Korruption, Armut und Unterentwicklung auf, für den Schutz des Lebens und der Umwelt, für Menschenrechte und für den Aufbau gerechter Strukturen. Ausdrücklich warnt Johannes Paul II. vor einer Verseuchung der Meere durch Nuklearabfälle.