Die geistig-seelische und die leiblich-körperliche Ebene des menschlichen Organismus kann man nicht trennen. Belastungen im psychischen Bereich haben genauso ihre Auswirkungen mit Beschwerden bestimmter Organe (z. B. Magen, Herz, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen u.v.a.m.) wie umgekehrt.
Organerkrankungen oder Krankheit allgemein wirken sich auf die Psyche aus (Depression, Verstimmung, Ärger). „Was kränkt, macht krank“, lautet ein bekannter Satz. Deshalb ist bei vielen Beschwerden und Krankheiten die jeweils andere Dimension (Psyche oder Körper) mitzubehandeln. Annehmen, hinter das Leid schauen (was will mir der Körper damit mitteilen?), sind Ansätze für eine ganzheitliche Behandlung. Die Einstellung gegenüber Krankheit und Leid ist wichtig für die Bewältigung. Eine traurige Miene, sich zurückziehen und einigeln verschlimmert die Situation. Untersuchungen haben ergeben, dass durch Lachen sogenannte Glückshormone (Endorphine) gebildet werden. Dieselben Untersuchungen zeigten aber auch, dass schon das „so tun, als ob man lachen würde“ zu gleichen Ergebnissen führt. Daraus folgern wir: Eine gesunde positive Einstellung macht alles leichter. Nach Viktor Frankl ist alles mit Sinn erfüllt, vor allem Leid und Leid-erfahrung. Als gläubige Menschen vertrauen wir auf das, was dahinter steckt. Auch hinter dem Tod liegt letztlich die Auferstehung. Nutzen wir die folgende Adventzeit zum Innehalten, Nachdenken, Überdenken, Ordnung schaffen und zum Froherwerden.