Weihnachtskarten, Lebenszeichen von lieben Menschen, machen Freude – daran hat das Zeitalter von E-Mails und SMS nichts geändert.
„Die schnelle Online-Post als Gruß zu kirchlichen und weltlichen Festen kann bestenfalls Ergänzung, aber nie Ersatz sein“, bricht Emil Burka, Pressesprecher der Post AG für OÖ, eine Lanze für die herkömmliche Sendeart. „Karten und Briefe vom Briefträger sind persönlicher und tragen die Handschrift des Absenders!“, finden auch Leute, für die das Medium Internet fast lebenswichtig ist.
„Die Österreicher/innen sind hier traditionell“, meint Emil Burka. Mit einem Brief mit der Handschrift und dem „zarten Duft des Absenders/der Absenderin“ oder einer Karte zum Aufpinnen können tatsächlich keine Computer-Ausdrucke mithalten. Diese werden oft gleich wieder gelöscht oder verschwinden in den Tiefen von Ordnern. Selbst junge Leute, die viel mailen, versenden nach wie vor gern herkömmliche Karten, oft recht witzige und kreative. So kommt es, dass die private Post trotz weltweiten Mail-Verkehrs (noch?) nicht weniger wurde. Sehr stark ist allerdings laut Burka die Geschäftspost zurückgegangen. Dagegen hat die Werbung wiederum ungemein zugenommen, und zwar das ganze Jahr über und nicht nur zu Weihnachten – wie jeder von uns weiß.