Das Modell der „Abfertigung neu“ sieht vor, dass Arbeitgeber pro Arbeitnehmer 1,53 Prozent der Lohnsumme in eine Abfertigungskasse einzahlen. Nun haben die Sozialpartner vereinbart, dass für Frauen, die in Karenz gehen, die Abfertigungszahlungen für zwei Jahre weiterlaufen. Sie sollen aus dem Familienlastenausgleichsfonds bezahlt werden. Dagegen protestierte letzte Woche der Katholische Familienverband. Das Kinderbetreuungsgeld (ab 1. 1. 2002) sei eine reine Familienleistung und kein Ersatz für ein früheres Einkommen. Deshalb seien Abfertigungszahlungen aus dem Familienfonds „systemwidrig“, betont der KFÖ. Er schlägt vor, die Abfertigungsbeiträge aus der Arbeitslosenversichung zu finanzieren, die sich ohnedies ein Drittel des bisherigen Karenzgeldes erspart. Dagegen spricht sich die Gewerkschaft vehement aus.