Milizen der islamistischen „Laskar Dschihad“ haben in Indonesien abermals Tausende Christen aus ihren Dörfern verjagt. Nach den jüngsten Attaken befinden sich auf der Insel Celebes rund 50.000 Christen auf der Flucht, nachdem ihre Dörfer gewaltsam angegriffen und zahlreiche Häuser in Brand gesteckt worden sind.
Trotz der wiederholten Übergriffe, durch die in den letzten zwei Jahren auf den Molukken und auf Celebes rund 4500 Menschen umgekommen sind und eine halbe Million Christen zur Flucht gezwungen wurde, sieht die katholische Kirche in Indonesien keine Gefahr einer islamistischen Machtergreifung. Erst Anfang November hat eine überwältigende Mehrheit des Verfassungsrates gegen die Einführung des islamischen Rechtes (Sharia) gestimmt. Es bestehe allerdings die Gefahr, so Erzbischof Ignatius Suharyo, dass soziale, wirtschaftliche und ethnische Spannungen religiös missbraucht werden könnten. In vielen Gemeinden und auf intellektueller Ebene gebe es gute Kontakte und viele Beispiele der Zusammenarbeit zwischen Christen und Muslimen.