Ausgabe: 2009/13, Kommentare, Hans Baumgartner, Susanne Huber, Bürgerinitiative, Mit Kindern in die Zukunft, Kinderbetreuung, Respekt, Toleranz, Polizeiübergriff, US-Lehrer, Omofuma, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Toleranz
25.03.2009
Bürgerinitiative abgeschmettert
62.500 Österreicher/innen haben die Bürgerinitiative „Mit Kindern in die Zukunft“ unterschrieben. Sie unterstützten damit vier Forderungen der „Aktion Leben“: Kontinuierliche Werbung für Schwangeren-Beratungsstellen, die Schaffung eines öffentlichen Hilfsfonds für Schwangere in Not, die bessere Unterstützung für Familien mit behinderten Kindern inklusive einer Gesetzesänderung, damit die Existenz behinderter Kinder nicht weiter als „Schadensfall“ bewertet werden darf, sowie den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Forderungen sind höchst dringend. Dennoch haben die Regierungsparteien im Parlament ihre Zuweisung zu einzelnen Fachausschüssen verhindert. Wer so mit dem Votum seiner Bürger/innen umgeht, verdient nicht, Volksvertreter/in genannt zu werden.
Hans Baumgartner
Es fehlt an Respekt und Toleranz
Zehn Jahre nach dem Fall Omofuma rückte der Polizeiübergriff auf einen schwarzen US-Lehrer die Diskussion über Rassismus in Österreich wieder in den Blick. Doch nicht nur jene Fälle, die traurige Schlagzeilen machen, zeigen, dass es an Respekt gegenüber Menschen mit anderer Herkunft und Religion hapert. Der jüngste Bericht der Wiener Anti-Rassismusstelle ZARA legt offen, dass vor allem im Alltag rassistische Beschimpfungen und Übergriffe auf der Tagesordnung stehen. Mehr Maßnahmen der Politik zum Schutz gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind notwendig. Doch auch jede/r Einzelne ist aufgefordert, im Miteinander einen respektvollen Umgang und Toleranz zu pflegen.