Ausgabe: 2009/15, Frauenrechte, Ehegesetz, Vergewaltigung, Sonntag, Tag des Lebens, Christengemeinden, Kaiser Konstantin, Christen, Europa,
08.04.2009
Der Sonntag ist ein Tag des Lebens
Ostern ist die Geburtsstunde des Sonntags. Zur Erinnerung an die Auferstehung kamen die Christengemeinden am „ersten Tag der Woche“ zusammen, um miteinander das Wort Gottes zu hören, das Brot zu brechen und den Kelch zu teilen. Im Jahr 321 erklärte Kaiser Konstantin den Sonntag in Anlehnung an den jüdischen Sabbat zum arbeitsfreien Tag. Er sollte ein Tag der Ruhe und ein Tag des Heils und der Heilung sein. Genau darum geht es. Und wenn Christen in Europa gemeinsam mit anderen Organisationen immer vehementer für den gemeinsamen freien Sonntag eintreten, dann geht es um mehr als einen arbeitsfreien Tag. Es geht um den Menschen selbst. Und deshalb ist heute auch das Zeugnis der Christ/innen gefragt, wie sie den Sonntag feiern und was sie aus ihm machen.
Hans Baumgartner
Verletzte Frauenrechte
Ein neues Ehegesetz, das Vergewaltigung in der Ehe erlaubt: ein solches ist doch tatsächlich vom Präsidenten Afghanistans, Hamid Karsai, erlassen worden. Was für ein Skandal. Mit Entsetzen hat die Welt darauf reagiert und protestiert – mit Erfolg. Das Gesetz wurde vorerst gestoppt, der Text wird geprüft. Beim Nato-Gipfel in Straßburg hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel darauf hingewiesen, was für alle Menschen selbstverständlich sein sollte: Es sei unverzichtbar, „dass Frauen und Männer die gleichen Rechte haben“. Es ist traurige Realität, dass die Rechte der Frauen immer wieder massiv verletzt und eingeschränkt werden. Und das nicht nur in Afghanistan.