Papst Benedikt hat seine tiefe Betroffenheit über das schwere Erdbeben in der mittelitalienischen Region Abruzzen bekundet. Die Region war um 3.32 Uhr in der Nacht auf Montag, den 6. April, von einem schweren Erdbeben der Stärke 5,8 auf der Richter-Skala betroffen worden. Das Epizentrum lag zehn Kilometer von der Regionalhauptstadt L’Aquila entfernt. 270 Tote (darunter fünf Kinder) wurden bereits geborgen; Hunderte Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden, bis zu 50.000 Menschen sind ohne Obdach. Die Rettungsarbeiten gingen am Montag den ganzen Tag weiter, weil in den Trümmern eingestürzter Häuser noch Verschüttete vermutet wurden. Die Tätigkeit der Rettungstrupps war dadurch behindert, dass auch die Präfektur von Aquila eingestürzt ist, von wo aus die Arbeiten koordiniert werden sollten. Die ständigen Nachbeben führten immer wieder zu Panik. Auch mehrere Kirchen, darunter die Kathedrale von Aquila, wurden beschädigt. Katastrophenhelfer der „Barmherzigkeits-Bruderschaften“ („Misericordie“) aus ganz Italien sind in das Erdbebengebiet der Region Abruzzen ausgerückt. Zunächst beteiligten sich nach Angaben der Organisation vom Montagmorgen Einsatzzüge von 28 Verbänden in Mittelitalien, darunter vier Suchhundestaffeln. Gabriele Brunini, Vorsitzende der „Misericordie“, sagte die landesweite Mobilisierung aller 700 Hilfsverbände zu.