In der Karwoche steht die Leidensgeschichte von Jesus im Vordergrund. Für Kinder kann das ein Anlass sein, nach den Geschehnissen in Jerusalem zu fragen.
Jesus ist von den Toten auferstanden. Das können alle Eltern ihren Kindern sagen, wenn sie darüber sprechen, warum und was wir zu Ostern feiern. Aber wenn kleine Kinderfragen, warum Jesus am Kreuz hängt oder auf einem Kreuzweg-Bild so leidet, fehlen vielen die Worte.
Nicht schwindeln. Es ist nicht nötig, Kinder mit dem Leid zu konfrontieren. Sobald sie aber fragen, sollten sie auch Antwortenbekommen. „Die Kinder wollen das wissen, weil sie spüren, da ist eine Grenze des Verstehbaren und deshalb darf man sich nicht drüberschwindeln“, sagt etwa Univ.Doz. Dr. Silvia Habringer-Hagleitner von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz.
Kreuzweg. Man kann sagen, dass andere Menschen böse waren zu Jesus, weil sie nicht verstanden haben, was er gesagt hat. Dass man mit anderen teilen soll zum Beispiel. Oder dass die Menschen gut zueinander sein sollen, was den Mächtigen Angst gemacht hat. Beim Kreuzweg kann man auch mitteilen, dass jemand Jesus geholfen hat. Im Buch „Religion macht Kinder kompetent“ wird empfohlen, zum Abschluss ein Bild der Auferstehung zu zeigen.
Dem eigenen Gefühl trauen. Die Meinungen gehen auseinander, wie viel man Kindern von Leid und Tod erzählen soll. Während viele meinen, Kinder sollen vor grausamen Erzählungen oder Darstellungen verschont bleiben, sind andere überzeugt, dass für Kinder Sterben und Tod zum natürlichen Kreislauf des Lebens gehört. Kinder wissen auch aus eigener Erfahrung, dass etwas weh tun und dann wieder heil werden kann. Eltern sollen auf jeden Fall ihrem eigenen Gefühl trauen. - Buchtipp: Religion macht Kinder kompetent, Elf Themen praxisnah aufbereitet, herausgegeben vom Verlag Unsere Kinder, Tel. 0732/76 10-20 91, E-Mail: unsere.kinder@caritas-linz.at