Ausgabe: 2009/17, Stimme, Jugend, Magdalena Schwarz, Kopf der Woche, Bundesjugendvertretung, Jugendpolitik, El Salvador, Jugendorganisation, Philippinen, Evangelium,
22.04.2009
- Hans Baumgartner
Seit kurzem ist Magdalena Schwarz eine der vier Vorsitzenden der Bundesjugendvertretung. Die Zeichen der Zeit erkennen und daraus mit den Betroffenen eine Jugendpolitik entwickeln – das ist ihr Anliegen.
49 sehr unterschiedliche Organisationen arbeiten in der Bundesjugendvertretung (BJV) zusammen. Magdalena Schwarz, die vor kurzem als Vertreterin der Katholischen Jugend in das Vorsitzendenquartett gewählt wurde, sieht in der BJV so etwas wie einen „Sozialpartner“, der gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit die Interessen der jungen Menschen wahrzunehmen hat. Für die Theologiestudentin ist dabei wichtig, im Sinne des II. Vatikanischen Konzils die „Zeichen der Zeit“ zu erkennen. Solche Zeichen sind für Schwarz die Wirtschaftskrise, die junge Menschen besonders hart treffe, aber auch die Tatsache, dass ein Drittel der Jugendlichen Parteien wählt, die andere wegen ihres Glaubens oder ihrer Herkunft offen diskriminieren. Von der Politik verlangt Schwarz verstärkte Anstrengungen, um Ausbildung und Beschäftigung für junge Menschen sicherzustellen. „Wir, auch die Jugendorganisationen, müssen aber auch neue Wege finden, um den Jugendlichen Halt zu geben, damit sie sich in der Krise nicht aufgeben oder in autoritäre bzw. gewalttätige Gruppierungen abtriften.“ Zur Katholischen Jugend ist Magdalena Schwarz vor allem über ihr gesellschaftliches Engagement gekommen, das die junge Theologin im „christlichen Glauben“ gut aufgehoben weiß. Aufenthalte in El Salvador und auf den Philippinen haben sie für die Befreiungstheologie begeistert. Auch in der feministischen Theologie findet sie viel von der befreienden Kraft des Evangeliums wieder.
Magdalena Schwarz: „Wir dürfen nicht nur gescheite Positionspapiere erarbeiten, wir müssen auch verstärkt mit den jungen Menschen ins Gespräch kommen, ihnen in ihren Sorgen und Erwartungen nahe sein.“