Seit Einführung des „Asylgerichtes“ (Juli 2008) ist die Anerkennung von Flüchtlingen in der zweiten (jetzt letzten) Instanz von 40 (2007) auf zehn Prozent zurückgegangen. Christoph Riedl vom Flüchtlingsdienst der evangelischen Diakonie kritisiert, dass es für Asylsuchende seit der „Reform“ ein erhebliches Rechtsschutzdefizit gebe, das durch die drastischen Kürzungen der Mittel für die Rechtsberatung noch weiter verschärft werde. Riedl warnt auch vor einem Kollaps der Grundversorgung für Asylsuchende, da bei den derzeitigen Tagsätzen die Hilfsorganisationen ihre Flüchtlingshäuser nicht weiterführen können.