Vor einer Woche redete niemand davon. Jetzt ist sie in aller Munde: Schweinegrippe. Man diskutiert, wie gefährlich sie ist – und ob sie auch uns in Österreich treffen könnte. Eine „Pandemie“, eine weltweite Verbreitung, wird befürchtet. Beim Bedrohlichen ist man vorsichtig – und scheut keine Mittel, dagegen anzukämpfen. Noch liegen die Schutzmasken von der letzten ähnlichen Bedrohung – der Vogelgrippe – in den österreichischen Lagern. Die Angst hat schnellere Beine als die Hoffnung. Warum eigentlich? Warum eigentlich traut man dem Guten, dem Hoffnungsvollen nicht zu, dass es sich ebenso rasch und in Windeseile um die Erde verbreiten kann, wie das Bedrohliche? Beim Gefährlichen ist es klar: Alles Erdenkliche tut man, um die Gefahr zu bannen. Die Hoffnung lässt man hingegen viel zu oft nur auf Krücken gehen. Ob es um Alternativen in der Energieversorgung, um Änderungen im Finanzierungssystem geht, aber auch um Hoffnungen, die mit der Weiterentwicklung der Kirche zu tun haben: Geduld, Geduld, heißt es da. Nur nichts überhasten. Von der Angst könnten sich die Hoffnung und der Mut ein Beispiel nehmen: dass einem nichts zu teuer ist, um sie durchzusetzen.