Mit dem Vormarsch der Armee gegen die Tamilen-Rebellen im Nordosten Sri Lankas konnten mehr als 100.000 Zivilisten aus dem Kampfgebiet fliehen
Ausgabe: 2009/18, Sri Lanka, Flucht, Menschen Flüchtlinge, Lebensmittel, Dörfer, Mahlzeiten, Kriegsgebiet, Jugend Eine Welt, UNO, Tamilen, Singhalesen, medizinische Versorgung, Pater Gabriel Garniga
29.04.2009
Der ethnisch-religiöse Konflikt zwischen Tamilen und Singhalesen auf Sri Lanka findet keine Ruhe. Seit Ende letzten Jahres herrschen wieder blutige Kämpfe, vor allem im Nordosten der Insel. Opfer sind die unschuldigen Zivilisten. Laut Angaben der UNO kamen im Kriegsgebiet in den vergangenen drei Monaten rund 6500 von ihnen ums Leben. Mehr als 100.000 Menschen sind auf der Flucht. Jetzt bitten die „Jugend Eine Welt“-Partner, die Salesianer Don Boscos auf Sri Lanka, um Hilfe: „Wenn man der Regierung Glauben schenken darf, wird der Krieg in Sri Lanka schon bald zu Ende sein. Doch Fakt bleibt, dass die tausenden Binnenflüchtlinge, die wegen der Unruhen ihre Dörfer verlassen haben, dringend Hilfe brauchen. Ihre Situation ist schrecklich! Es gibt weder genügend Lebensmittel noch medizinische Versorgung. Wir sorgen uns insbesondere um die Flüchtlingskinder. Sie brauchen Hilfe“, sagt Pater Gabriel Garniga. Die Salesianer Don Boscos betreiben in Murunkan im Norden der Insel ein Internat. Dort möchten sie mindestens 100 Flüchtlingskindern eine Unterkunft ermöglichen: „Diese Kinder haben alles verloren. Keiner weiß, wann sie wieder zurück in ihre Dörfer können. Bei uns haben die Kinder ein Bett zum Schlafen, bekommen täglich drei Mahlzeiten, saubere Kleidung und wenn nötig auch medizinische Versorgung.“