Der Vatikan hat auf der UN-Antirassismuskonferenz (20.–25. 4.) in Genf vor neuen Diskriminierungen im Zuge der globalen Terror-Angst gewarnt. Überzogene sicherheitspolitische Maßnahmen schürten Misstrauen und Angst gegenüber Menschen anderer Kulturen, so Erzbischof Silvano Tomasi, Vertreter des Heiligen Stuhls bei der Konferenz. Der Kampf gegen Terrorismus dürfe nie den Schutz der Menschenrechte untergraben. Tomasi sprach sich im Hinblick auf die Stammzellenforschung auch gegen eine Auswahl von Embryonen nach Augenfarbe und anderen körperlichen Merkmalen aus. Das könne zu einer neuen „Rassenkategorisierung des Menschen“ führen.