Das EU-Parlament hat mit knapper Mehrheit einem Änderungsantrag zugestimmt, der den Mitgliedstaaten zur Verhinderung seltener Erbkrankheiten die Embryonenselektion empfiehlt. Durch die Auswahl gesunder Embryonen solle die Weitergabe von Erbkrankheiten verhindert werden, heißt es in dem jetzt in Straßburg verabschiedeten Bericht. Der Änderungsantrag hatte in den vergangenen Wochen zu scharfen Protesten von Politikern, Wissenschaftlern, Kirchen und Verbänden geführt. Für besondere Empörung sorgte der Halbsatz, der von Bemühungen zur „Ausmerzung“ seltener Krankheiten sprach. Diese Formulierung wurde gestrichen.