Gerade in der frühen Phase des Kindes sei die Anwesenheit des Vaters besonders wichtig. Dies betonte der Männerforscher und Theologe Dr. Erich Lehner bei einer Veranstaltung der „Aktion Leben“ am 8. Mai in Wien. Kinder profitieren in ihrer Entwicklung, weil sie durch anwesende Väter zwei Bezugspersonen haben. „Es wurde beobachtet, dass Kinder mit einem aktiven Vater bessere Schulnoten haben als ihre Alterskolleg/innen, und weniger gewalttätig sind. Das treffe allerdings nicht zu, wenn der Vater selbst gewalttätig ist, sagte Lehner. Der positive Bindungserfolg hängt jedoch auch von der Aufteilung der Hausarbeit ab. Mindestens 40 Prozent müssen vom Vater übernommen werden. „Dies verlangt eine totale Umorganisation der Arbeit, weg von der derzeitigen Struktur, bei der der Mann überwiegend einer Erwerbsarbeit nachgeht und die Frau mehr zu Hause arbeitet“, betonte der Experte.