Ausgabe: 2009/20, Herwig Sturm, FPÖ, Missbrauch der Religion, Europawahl, Abendland in Christenhand, Zeuge Jehovas, Menschenwürde, Huainigg, Behindertensprecher, Kirchenbeitrag
13.05.2009
- Wahlkampf-Kritik. „Abendland in Christenhand“ – mit diesem Slogan tritt die FPÖ zur Europawahl am 7. Juni an. Der Ökumenische Rat der Kirchen hat diese Wahlwerbung scharf verurteilt und verwahrt sich „entschieden gegen jede Vereinnahmung des christlichen Glaubens auf Wahlplakaten“. Der Vorsitzende des ÖRK, Herwig Sturm, sprach von einem „Missbrauch der Religion“. Da würden Gefühle geweckt, die mit Christentum nichts zu tun hätten.
- Zeugen Jehovas. Das für Religionsangelegenheiten zuständige Kultusamt im Unterrichtsministerium hat vergangene Woche den Zeugen Jehovas den rechtlichen Status einer staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft zugesprochen. Das Referat für Weltanschauungsfragen der Diözese Linz stellte dazu fest, dass mit den damit verbundenen Rechten auch Pflichten folgen. Von den Zeugen Jehovas müsse gegenüber der staatlichen Ordnung sowie im Bereich der Bildung, Erziehung und Wohlfahrt Respekt und Toleranz geübt werden. Die Zeugen Jehovas kündigten an, dass sie vom Recht des schulischen Religionsunterrichtes und des „Kirchenbeitrages“ nicht Gebrauch machen wollen.
- Menschenwürde. Die Verankerung der Menschenwürde in der Bundesverfassung hat der VP-Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg gefordert. „Da die Menschenwürde behinderter Menschen am Anfang und am Ende des Lebens zunehmend in Frage gestellt wird, ist diese Festschreibung ein Gebot der Stunde“, betonte Huainigg im Hinblick auf eine Gedenkfeier gegen Gewalt und Rassismus.