Die katholische Kirche in Italien hat die Abweisung von 227 Bootsflüchtlingen vor der süditalienischen Küste kritisiert. Die Rückführung nach Libyen gebe Anlass zu Besorgnis, sagte ein Sprecher für Migrationsfragen von der Fachstelle der Italienischen Bischofskonferenz. Er verwies darauf, dass Libyen einer der wenigen Staaten sei, der die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 nicht unterzeichnet habe. Auch das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) hatte die Maßnahme vergangene Woche scharf kritisiert. Es sei wahrscheinlich, dass unter den Abgeschobenen auch Menschen waren, die Asyl-Schutz gebraucht hätten.