Kopf der Woche: Rektor Mag. Markus Stephan Bugnyar
Ausgabe: 2009/21, Jerusalem, Markus Stephan Bugnyar, Österreichisches Hospiz, Heilige Familie, Jerusalem, Papst Benedikt, katholischer Priester, Universität Wien, Diözese Eisenstadt
20.05.2009
- Susanne Huber
Seit Mai 2004 ist Markus Bugnyar Rektor des Österreichischen Hospizes zur Heiligen Familie in Jerusalem. Für den Priester der Diözese Eisenstadt war und ist es eine sehr „intensive und lehrreiche Zeit“.
Während sich Papst Benedikt XVI. in Jerusalem aufgehalten hat, war es nicht immer leicht, problemlos von einem Standpunkt der Metropole zum anderen zu gelangen. „Ich habe versucht, so durch die Stadt zu kommen, dass wir nach Möglichkeit dem Heiligen Vater nicht in die Quere kommen, weil alle paar Stunden mal eine Straße gesperrt war“, erzählt Markus Bugnyar, der vergangene Woche Priesterkandidaten des Propädeutikums aus Horn betreut hatte. Doch er war auch bei einigen Begegnungen mit dem Heiligen Vater dabei, die für ihn zum Teil sehr euphorisch waren. Generell bezeichnet er die Reise des Papstes als positiv.
In den Bann gezogen. Jerusalem scheint für den gebürtigen Wiener ein Ort zu sein, der ihn nicht mehr loslässt. Bereits während seines Studiums der Katholischen Fachtheologie und Religionspädagogik an der Universität Wien verbrachte er sein Freijahr in Jerusalem. „Der Studentenkreis bestand zu je 50 Prozent aus Katholiken und Protestanten. Da lernt man Ökumene noch einmal ganz anders kennen“, so Bugnyar, der im Jahr 2000 in Eisenstadt zum Priester geweiht wurde. Bevor er 2004 den Posten des Rektors im Österreichischen Hospiz in Jerusalem antrat, studierte er drei Jahre in Ostjerusalem bei den französischen Dominikanern an der Schule für Bibelforschung und Archäologie. Seine Arbeit als Rektor sei unglaublich intensiv, sagt er. „Hier zu arbeiten ist für mich sehr lehrreich, besonders in der Hinsicht, was es bedeutet, als katholischer Priester in einer Minderheitensituation zu leben. (siehe Thema)
Mag. Markus Stephan Bugnyar: „Das Heilige Land ist eine spannende Gegend, religiös hochgeladen, wie man es sich als katholischer Priester nicht schöner wünschen könnte. Hier, wo verschiedenste Kulturen und Religionen auf engstem Raum zusammenleben, sind aber nicht nur Konflikte vorprogrammiert, sondern auch Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen.“