Ausgabe: 2009/21, Entwicklungshilfe, Aid Watch Report, Milleniums-Kampagne, Fairtrade, Entwicklungszusammenarbeit, Brüssel
20.05.2009
Anhand des in Brüssel veröffentlichten „Aid Watch Report“ des europäischen NGO-Dachverbands „Concord“ haben die Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) und die AG Globale Verantwortung auf die unrühmliche Rolle Österreichs bei der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (EZA) hingewiesen und einen Kurswechsel gefordert. Auch andere Staaten hinken ihren Millenniumszielen hinterher, Österreich aber muss sich für seine Budgetmittel für EZA den Vorwurf eines „erbärmlichen Ergebnisses“ gefallen lassen, sagte Ruth Picker, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung. Auch KOO-Mitarbeiterin Hildegard Wipfel kritisierte, dass Österreich bei der EZA unter den Schlusslichtern in der EU rangiere und die Haushaltsplanungen hier keinerlei Verbesserungen erwarten lassen. Der Wiener Hochschulseelsorger Helmut Schüller merkte in seiner Funktion als Vorsitzender von „Fairtrade“ an, dass die Politik damit weder den Ländern des Südens noch der eigenen Bevölkerung gerecht werde. Denn die Bürger hätten mehr Verständnis für globale Zusammenhänge als politisch zum Ausdruck komme.