Ausgabe: 2009/22, Klassenzimmer, Leitner, Wahlkampfzelt, Religion, Schule, Kindergarten, H. C. Strache, Wahlkampfstrategien, Kreuz, Politik,
27.05.2009
Religion im öffentlichen Raum ist ein heißes Pflaster. Schon das Kreuz im Klassenzimmer und Kindergarten erregte in den vergangenen Jahren die Gemüter. Mit dem Kreuz in der Hand posierte FP-Frontmann H. C. Strache kürzlich bei einer Demonstration in Wien. Er wollte damit den Bau einer Moschee verhindern, die ohnehin nicht geplant war. Seiner Sorge um das „Abendland in Christenhand“ verlieh er Ausdruck, indem er das zentrale Symbol der christlichen Kirchen vom Klassenzimmer ins Wahlkampfzelt holte: das Kreuz. – Gerade recht für den langweiligen EU-Wahlkampf, haben sich wohl manche Wahlkampf-Strategen gedacht: Mit der Angst vor dem Fremden wurden bereits viele Schlachten geschlagen. Und mit Religion lässt sich immer wieder Stimmung machen. Religiöse Symbole dienen in diesem Wahlkampf offenbar als Fassade und Mittel zum Zweck. Mit dem Kreuz in der Hand wird gezündelt anstatt Frieden gestiftet: Zu Recht wehren sich Vertreter/innen der christlichen Kirchen gegen die Vereinnahmung des Kreuzes für parteipolitische Ziele (Thema). Religion und Politik haben aber durchaus miteinander zu tun. Jeder Mensch ist wertvoll und Geschöpf Gottes. Diese christlich geprägte Werthaltung hat Konsequenzen im Alltag – und für politische Entscheidungen. Wählen Sie!̓