Ausgabe: 2009/22, Schönborn, Christi Himmelfahrt, Religion, Missbrauch, politische Zwecke, Politik, Abendland in Christenhand
27.05.2009
Das Kreuz als „Zeichen der Versöhnung und der Feindesliebe“ darf nicht „politisch missbraucht“ werden, als „Kampfsymbol gegen andere Religionen, gegen andere Menschen“. Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn vergangenen Donnerstag im Wiener Stephansdom in seiner Predigt beim Hochamt zu Christi Himmelfahrt. Zugleich nahm er auch zu dem Slogan „Abendland in Christenhand“ Stellung, mit dem eine politische Partei für die Europawahl wirbt. Wörtlich sagte Schönborn: „Meine Frage ist nicht, ob das Abendland in Christenhand bleibt, sondern ob es Christus im Herzen hat. Ein glaubensloses Abendland, das ist zu fürchten.“