Ausgabe: 2009/24, Hoffnung, Teilen, Fellinger, Chefredakteur, Lange Nacht der Kirchen, Wahlmöglichkeiten, christliche Hoffnung, Glaubensgemeinschaft, Christ, Christin, Fronleichnam, Leib Christi, Verzweiflung
10.06.2009
Es hätte auch andere Möglichkeiten gegeben – vielleicht sogar schönere, bessere. Bei der „Langen Nacht der Kirchen“ wurde eine breite Fülle an Möglichkeiten geboten – und man stand ständig vor Wahlmöglichkeiten. Wirklich erleben konnte man nur ganz wenig vom Ganzen. So wird man – je nachdem, wen man befragt, wie es war – ganz unterschiedliche Antworten bekommen.
Und das ist eine ganz gute Erfahrung insgesamt: Kirche ist nicht nur das, was man selbst kennt und erlebt. Auch die christliche Hoffnung nährt sich nicht nur aus dem, was man selbst erlebt hat oder aus den eigenen Erfahrungen heraus zu hoffen wagt. Das wäre oft kümmerlich. Aber Kirche ist Glaubensgemeinschaft. Jeder Christ und jede Christin hat so einen breiten Schatz an Hoffnung anderer mit im Gepäck. Der eigenen schlechten Erfahrung können gute Erfahrungen anderer gegenüberstehen. Und die eigene Zuversicht deckt die Verzweiflung anderer nicht einfach zu. Zu Fronleichnam steht das Brot – als Leib Christi – im Mittelpunkt. Die Besonderheit dieses Brotes ist, dass es in Gemeinschaft gegessen wird. Es wird gebrochen und ausgeteilt. Auch Hoffnung lebt vom Teilen.