Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner hat am 20. Mai ihren zwölften Achttausender, den Lhotse im Himalaya, bezwungen. Neben der Spanierin Edurne Pasaban ist sie die einzige Frau, die so viele Achttausender bestiegen hat. Trotz ihrer sportlichen Erfolge hat die Oberösterreicherin das Leid anderer nicht vergessen. Kaltenbrunner engagiert sich seit mehreren Jahren besonders für die Menschen in Nepal, einem der ärmsten Länder der Welt. Nun unterstützt sie auch die Arbeit von „Jugend Eine Welt“ in Nepal. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung lebt dort unter der Armutsgrenze, rund die Hälfte der Erwachsenen sind Analphabeten. „Wenn man Jahr für Jahr viele Monate in Nepal ist, kommt einfach das Gefühl auf, etwas zurückgeben zu wollen. Man bekommt ja auch sehr viel“, so Kaltenbrunner. Seit 2000 arbeiten die Salesianer Don Boscos, die von „Jugend Eine Welt“ unterstützt werden, in Sirsia, Nepal, und setzen sich dort für die Ärmsten ein. Insgesamt gibt es in Nepal fünf katholische Pfarren. Eine davon wird von den Salesianern Don Boscos geleitet. Der Mt. Everest, ein 8000er, den Gerlinde Kaltenbrunner noch bezwingen möchte, liegt in diesem Pfarrgebiet.