Ungewöhnliches Material aus Holz und Stahl, das anderswo auf dem Müll landet, wird im Hartlauerhof Asten zu kreativen Objekten verarbeitet. Beeindruckend vielfältig ist die Produktpalette, die die Caritas-Einrichtung in Asten anbietet: Nisthilfen für Wildbienen, kunstvoll gestaltete, wuchtige Sessel aus Stahl und Eisen, bizarre Stahlskulpturen und verspielte Sitzgruppen für Kinder und Erwachsene aus Holz und Eisen stehen im Verkaufsraum. Jedes Stück ist handgemacht und ein Unikat. In der Werkstatt arbeiten täglich 14 Personen, die von Reinhard Jordan künstlerisch betreut werden. Er erarbeitet auch die Konzepte für die Ausstellungen und Workshops. Täglich wird nach der Arbeit mittags gemeinsam gekocht. Arbeit und Wohnen sind für die ehemals obdachlosen Bewohner zwei wichtige Eckpfeiler, die Stabilität geben.
Lebensgeschichte sichtbar. Die durchschnittliche Verweildauer im Hartlauerhof Asten beträgt zwei Jahre. In dieser Zeit haben die Bewohner die Gelegenheit, sich in der Werkstatt kreativ-künstlerisch zu betätigen und damit auch ein Stück Lebensgeschichte zu bewältigen, die ihren je eigenen Ausdruck finden darf. Die Bewohner nehmen mit ihren Arbeiten immer wieder an Projekten teil. Erst kürzlich gab es in der Solarcity gemeinsam mit der Volksschule eine Ausstellung. Wohnträume und Kindheitserinnerungen wurden in Modellen und Collagen kreativ verarbeitet, die Schau trug den Titel „Die andere Seite“ und ermöglichte einen Einblick in die je andere Lebenswelt. Arbeiten aus dem Hartlauerhof sind noch bis 26. Juni in der Krypta des Mariendoms zu sehen, am 20. Juni wird bei der Landesgartenschau die Skulpturenreihe „Aus der Mitte“ präsentiert.