Ausstellung aus der Sammlung Rombold im Dommuseum Wien.
Ausgabe: 2009/26, Ausstellung, Dominanz, Lassnig, Sammlung, Dommuseum, Wien
24.06.2009
- Elisabeth Leitner
Das oben gezeigte Aquarell von Maria Lassnig trägt den Titel „Dominanz der Weisheit“. Lassnig – geboren 1919 in Kärnten – zählt zu den herausragenden Künstlerinnen der Gegenwart in Österreich. In ihrer künstlerischen Arbeit durchläuft sie verschiedene Phasen und beschäftigt sich mit Malerei und Trickfilm. Ab den 1970er Jahren entstehen Selbstporträts und Arbeiten, die sich mit dem Thema Frau, mit zwischenmenschlichen Beziehungen und Tiersymbolik auseinandersetzen. Arbeiten von Maria Lassnig, Siegfried Anzinger, Marc Chagall, Lovis Corinth, Alfred Hdrlicka, Alfred Kubin, Max Weiler sind in der Sammlung Rombold vertreten, die nun ab 1. Juli im Dommuseum Wien gezeigt wird. Werke mit Tiefgang, in denen religiöse oder humane Aspekte zum Tragen kommen, hat Prof. Dr. Günter Rombold in den letzten 50 Jahren gesammelt. Diese Sammlung trägt den Titel „Expression und Meditation“. Mehr als 500 Werke daraus hat Rombold im Jahr 2002 dem Land Oberösterreich geschenkt. Von Kunst und Religion ist der Kunstförderer und Priester Günter Rombold bis heute fasziniert. Besonderes Augenmerk legt er auf die Kunstvermittlung: bei der Begegnung mit Künstlern und in ihren Werken ist ihm wichtig, den Menschen die Augen zu öffnen und die „Kirche an die moderne Kunst heranzuführen“. Den Dialog, den Msgr. Otto Mauer in Wien begonnen hatte, setzte er damit in Oberösterreich fort. Erfolgreich – wie ein Blick auf die qualitätsvollen künstlerisch neu gestalteten Kirchenräume in Oberösterreich zeigt.
- Dommuseum Wien, Werke aus der Sammlung Rombold, bis 31. Oktober, Adresse: Stephansplatz 6, 1010 Wien.