Seit 5. Mai ist Christina Luef Generalsekretärin des Katholischen Familienverbandes. Ihr Ziel ist es, den Familien und ihren Anliegen mehr Gewicht in Politik und Gesellschaft zu verschaffen.
Sieben Jahre hat Christina Luef beim Österreichischen Institut für Familienforschung (ÖIF) gearbeitet. Ihre Aufgabe war es, Forschungsergebnisse für die politische und öffentliche Diskussion aufzubereiten. Jetzt freut sie sich darauf, ein Stück mehr in die Praxis der familienpolitischen Arbeit einzusteigen. Dazu ist es ihr ein Anliegen „möglichst nahe an den Familien, an ihren Anliegen, Sorgen und Freuden dranzusein. Deshalb liegt mir auch sehr viel an einem guten Austausch mit den Diözesanverbänden, die aus ihrer Arbeit vor Ort die Situation der Familien gut kennen.“
Lobbyarbeit für die Familien ist für Christina Luef ein weites Feld. „Da muss man an vielen Schrauben drehen und braucht einen langen Atem. Aber wenn ich sehe, was in den vergangenen Jahren, manchmal vielleicht zu langsam, vorangegangen ist, macht mir das auch Mut, auch harte Bretter zu bohren.“ Ein wichtiges Anliegen ist ihr, die Familien als ganze mehr in den Fokus politischer und öffentlicher Wahrnehmung zu rücken. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht nur eine Frauenfrage. Auch Väter wollen mehr Zeit mit der Familie verbringen. Bildung ist nicht nur eine Schulfrage, da geht es auch um die bestmögliche Einbindung und Unterstützung der Familien. Oder die Pflege – das ist auch ein eminentes Familienthema.“ Deshalb tritt Luef für eine „Familienverträglichkeitsprüfung“ aller Gesetze ein. Das würde auch im Bewusstsein etwas verändern.
Mag. Christina Luef: „In meinem Freundeskreis sehe ich, wie schwierig es ist, Familie und Beruf gut lebbar miteinander zu verbinden. Das bestärkt mich in meinem Anliegen, die Wirtschaft für familienfreundlichere Strukturen zu gewinnen. Dazu aber ist auch eine ideelle Aufwertung der Familien, eine größere Wertschätzung für ihre Leistungen notwendig.“