Mit einer Vielzahl an Aktivitäten setzt sich die Bakip Linz für den Schutz des Regenwaldes ein. Was das bringt und wieso es gescheit ist, Fair-Trade-Bananen zu kaufen, erklärte Tropenforscher Werner Huber bei einem Gastvortrag in der Schule.
26.500 Quadratmeter Wald und 26 Bäume. So viel hat die Bakip Linz durch ihr Projekt bereits freikaufen können. Eine Fläche von umgerechnet vier Fußballfeldern kann damit in das Schutzgebiet „Regenwald der Österreicher“ eingegliedert werden. Es ist ein wertvoller Beitrag zum Schutz von Lebensraum in Costa Rica, wo viele Tierarten vom Aussterben bedroht sind.
Einsatz der Schüler/innen. Um Spenden für den Regenwald aufzutreiben, haben die Jugendlichen selbst produzierte Waren, wie etwa Naturkosmetik und Schmuck, für den guten Zweck verkauft. „Wir wollen nicht einfach wegschauen von dem Raubbau an der Natur“, betont Religionslehrerin Mag. Irene Rossoll. „Be the change you want to see in the world“, ist deshalb der Leitsatz des Projekts.
Klimawandel stoppen. Wieso auch wir vom Einsatz für den Regenwald profitieren, erklärt Mag. Dr. Werner Huber, der in der Tropenstation La Gamba in Costa Rica forscht. Er hielt im Juni einen Gastvortrag vor den Schüler/innen der Bakip Linz. „Wir brauchen die Regenwälder, um dem massiven Klimawandel entgegenzuwirken“, appelliert der Wissenschaftler: „Die Wälder sind ein enormer Speicher für CO2, sie halten den von Menschen verursachten Treibhauseffekt auf.“ Außerdem sei der Regenwald eine medizinische Fundgrube: „Wer weiß, ob nicht einmal ein Mittel gegen Aids oder Krebs aus einer tropischen Pflanze entdeckt wird.“ Aus Menschlichkeit und Tierliebe müsse man etwas für den Regenwald tun, meinen die beiden Bakip-Schüler/innen David Samhaber und Özlem Ucar. „Holz aus dem Regenwald für unsere Möbel ist sinnlos. Es geht doch auch anders“, sagt die 16-jährige Özlem. Ähnlich sieht das der Tropenforscher Dr. Werner Huber. Mündige Bürger könnten viel bewirken: etwa durch den Griff zur Fair-Trade -Banane, für die kein Tropenwald zerstört werden musste. Konsumenten könnten dadurch Druck ausüben, was auch die großen Lebensmittelkonzerne zum Umdenken zwinge. Dr. Huber: „Wir haben es beim Einkaufen in der Hand.“