Nach einer vierjährigen Absenz kommt Mark Oliver Everett alias „E“ erst mit einer fulminanten Autobiographie und schlüpft kurz darauf mit Mullah-Bart und Wolfsgeheul in den Dog Faced Boy vom „Souljacker“-Album (2001), um mit den Eels seinen aktuellen Longplayer „Hombre Lobo – 12 Songs of Desire“ zu präsentieren.Kraftstrotzend und testosterongeladen platziert „E“ den „Prizefighter“ gleich zu Beginn des Albums und lässt uns wissen, dass mit diesem Biest nicht zu spaßen ist. In „That Look You Give That Guy“ mimt „E” den Wolf im Schafspelz und verschenkt einen Schmachtfetzen erster Güte, der das Herz eines jeden unglücklich Verliebten höher schlagen lässt: „That look you give that guy / Looking right at me / If I could be that guy instead of me / I’d never let you down”. Seine Maske lässt er dann in „Tremendous Dynamite“ endgültig fallen, um zum entfesselten Werwolf zu mutieren, der sich auf die Suche nach „Fresh Blood“ macht. Mit dem wunderbaren „My Timing Is Off“ lassen die Eels dann doch die Sonne wieder scheinen und das Ungetüm verwandelt sich zurück. „Beginner’s Luck“ ist dann der Freudentanz derer, die mit dem Schrecken davongekommen sind. Am Schluss lässt uns Mark Oliver Everett wissen, dass er niemals der „Ordinary Man“ von nebenan sein wird, was sich spätestens bei der nächsten Vollmondnacht bewahrheiten wird.
- Eels – Hombre Lobo: 12 Songs Of Desire (erschienen bei Cooperative).