Lange, weiße Vliesbahnen hängen aus den Fenstern der Burg Altpernstein. Einmal leuchtend in der Sonne, dann wieder wie Spinnweben vom Regen an den Felsen geklatscht. Drinnen in der Burg zeigt die Künstlerin Heike Klinger Bilder und Installationen. Sie kommt aus dem Ruhrgebiet schon etliche Jahre ins Kremstal und lässt sich immer wieder von der Burg inspirieren „Das sind ja nicht nur ein paar Steine, das ist tausend Jahre gelebtes Leben.“ Heuer, zur Landesausstellung „Mahlzeit“, geht es in ihren Arbeiten um Verantwortung für die Schöpfung. Da ist zum Beispiel im Brückenkammerl der Tisch gedeckt – blitzendes Besteck, glänzende Gläser, feines Porzellan. Doch im Suppenteller liegen kantige, graue Steine: „Es wär besser, wenn wir nur so viel herstellen, als sich auch in hoher Qualität herstellen lässt.“ Daheim in Gelsenkirchen hat Heike Klinger diesen Wandel jeden Tag vor Augen. „Grau in grau im Ruhrgebiet? Das ist nicht mehr die alten Kokereien sind längst zu. Wer soll noch Schmutz machen?“ Und trotzdem fragt sie sich: „Wie soll das gehen, wenn ein Werk wie Opel zwanzig Prozent mehr Fahrzeuge baut, als sie in besten Jahren loswerden?“
- Burg Altpernstein, bis Ende Juli, zu den Öffnungszeiten des Burgstüberls – Samstag, Sonn- und Feiertag von 10 bis 18 Uhr.